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Komm zu deiner Mitte mit kohärenter Atmung

 

Kennst du das?

Du bist angespannt, gestresst, tausend Gedanken gehen dir durch den Kopf. Hast vielleicht Ängste? Kannst nicht abschalten und kommst nicht zur Ruhe?

 

 

Die kohärente Atmung hilft dir innerhalb von wenigen Minuten wieder zu deiner Mitte zu finden.

Du wirst ruhiger und wieder Herr deiner Gedanken.

 

So funktioniert kohärentes Atmen:

 

  • Atme natürlich, nicht angestrengt
  • Atmen langsam, gleichlang und ohne Pause ein und aus (jeweils 3-6 Sekunden, deinem Rhythmus angepasst)
  • Atme vorzugsweise durch die Nase
  • Atme unangestrengt, bei mittlerer Atemtiefe, d.h. das Zwerchfell wird auf angenehme Weise nicht zu stark gedehnt
  • Entspanne beim Ausatmen bewusst, lass alle Anspannung in der Muskulatur los
  • Praktiziere kohärentes Atmen mehrmals täglich 3-5 Minuten

Es ist ganz normal, wenn du erst einige Atemzüge brauchst, um deinen Rhythmus zu finden.

 

Auf meiner Webseite (unter Tankstelle)findest du ein Video mit dem „Learn-to-be-happy - Atemball“.

Diese Übung hilft dir kohärent zu atmen.

 

 

Mehr Wissen:

 

Über die Atmung sind wir mit allem verbunden. Der Atem spendet dem Körper Leben und Energie.

Atmen hat eine umfassende Wirkung auf Körper - Geist und Seele. Meistens Atmen wir unbewusst und automatisiert.

 

Atmung ist ein Körperreflex, der vom vegetativen Nervensystem gesteuert wird. Das Besondere ist, das wir diese Körperfunktion auch bewusst steuern können.

Das bedeutet, wir können Einfluss nehme auf unser vegetatives Nervensystem und es über die Ein- und Ausatmung regulieren!

 

Wenn wir in Stress geraten atmen wir automatisch schnell und flach, oder halten sogar die Luft an. Dadurch gerät der Körper in eine Regulationsstarre.

Bleibt diese zu lange erhalten kann das zu Erkrankungen führen.

 

 

Richtiges Einatmen versorgt den Körper und damit auch das Gehirn mit Sauerstoff und Energie. Das Ausatmen ist ein wichtiger Prozess, bei dem Körper und Geist von Stoffwechsel-Endprodukten befreit werden, wie es auch über Haut, Leber und Niere geschieht.

 

Mit der Einatmung kann der Stoffwechsel aktiviert/beschleunigt und mit dem Ausatmen beruhigt werden. Welche Auswirkungen das hat, kann man am Herzschlag spüren.

Beim Einatmen beschleunigt sich der Puls, beim Ausatmen verlangsamt er sich. Man nennt dies respiratorische Arhythmie.

 

 

Der Herzschlag wird also vom Nervensystem reguliert.

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass diese Regulationsfähigkeit, die Variabilität den Körper Ressourcen-optimiert zu steuern, wesentlich zu unserer Gesundheit beiträgt.

 

 

Dies wird in der Herzratenvariabilität gemessen. Sie beschreibt die Fähigkeit unseres Körpers die Abstände zwischen den Herzschlägen optimal an den Bedarf  zu passen.

Das Herz schlägt niemals gleichmäßig. Je „unregelmäßiger“ ein  Herz schlägt, desto höher ist die Herzratenvariabilität. Damit ist es leichter für den Körper schnell ein paar Gänge hoch- oder herunterzuschalten.

Das ist ein Kennzeichen für körperliche Fitness und ist nicht mit Herzrhythmusstörungen zu verwechseln. Mit der Herzratenvariabilität lässt sich ebenso der Stresslevel ermitteln. Bei Stress zeigt sich eine niedrige Herzratenvariabilität.

 

 

Über die Atmung können wir das vegetative Nervensystem beeinflussen und trainieren. Insbesondere den parasympathischen Anteil, der für Entspannung und Heilung zuständig ist.

Damit verbessern wir die Herzratenvariabilität, senken den Stresslevel und unterstützen die allgemeine Fitness. Dies können wir durch kohärentes (zusammenhängendes/ordnendes) Atmen tun.

 

 

Kohärentes Atmen ordnet und beruhigt Körper – Geist – und Seele.  

Der amerikanische Autor und Biowissenschaftler Steven Elliott hat festgestellt,  das kohärente Atmen folgende positive Auswirkungen auf den Körper hat:

 

  • Herzschlag und Blutkreislauf kommen in Einklang
  • das parasympathische Nervensystem  wird gestärkt
  • die Herzratenvariabilität wird verbessert
  • die Durchblutung und die Zirkulation von Körperflüssigkeiten wird verbessert
  • die allgemeine Atemfunktion wird verbessert
  • der Nachtschlaf wird verbessert
  • die Eigenwahrnehmung wird gestärkt – wir kommen wieder ins Gleichgewicht
  • Ausgeglichenheit und Gelassenheit wird gestärkt

 

 

 

Sportler nutzen z.B. die kohärente Atmung, um ihre Ausdauer zu verbessern.

 

 

© Daniela von Melle 2021